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(Attr)active Schools: Projektfahrt nach Albacete PDF Drucken E-Mail
Von D. Tasgin und A. Steigels   


Vom 19. bis 25. Juni 2017 fand das dritte Projektreffen im Rahmen des Erasmus+-Projektes „(Attr)ative Schools“ statt, dieses Mal wieder an unserer spanischen Partnerschule „IES Universidad Laboral“ in Albacete. Albacete ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Albacete in Südost Spanien und hat circa 180.000 Einwohner.

Am Montag, den 19.05.2017, trafen sich am Düsseldorfer Flughafen vier Schülerinnen und sechs Schüler der Höheren Berufsfachschule sowie zwei Lehrerinnen, um ihre Projektfahrt gemeinsam mit neun Schülern (zur besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf eine geschlechtsspezifische Doppelnennung verzichtet) und zwei Lehrerinnen der Kaufmannsschule aus Krefeld anzutreten. Nach unserer Ankunft am Madrider Flughafen ging es mit dem Bus in das 200 Kilometer entfernte Albacete, wo wir im Hotel sehr herzlich von zwei spanischen Lehrerinnen empfangen wurden.

Nach einer kurzen Erholungspause zeigten uns die Lehrerinnen der spanischen Schule erste beliebte Plätze der Stadt, an denen einheimische sich zum abendlichen Ausgehen treffen. Gemeinsam gingen wir in ein beliebtes Restaurant und lernten die spanische Tapas-Küche kennen. Beim gemütlichen Beisammensitzen wurden Anekdoten der letzten Projektfahrten ausgetauscht und das Vorhaben der nächsten Tage vorgestellt.

Am Dienstagmorgen, um 8:30 Uhr, ging es vom Hotel aus zu Fuß zu unserer Partnerschule. Vor Ort trafen wir die spanischen Schüler, welche uns mit einem typisch spanischen Frühstück, Churros mit Schokoladenpudding, begrüßten. Beim gemeinsamen Frühstück kam es zu einem ersten Kennenlernen untereinander und zum Abbau von Sprachhemmungen. Anschließend begannen wir mit der Arbeit an unserem Projekt und erstellten erste Texte für die gemeinsame Website des Projektes. Um 14.20 Uhr endete unser Schultag mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Schule und wir gingen zum Hotel zurück. Da es bei 35 Grad im Schatten kaum auszuhalten war, trafen wir uns erst wieder in den Abendstunden und brachen zu einem größeren Stadtrundgang auf, welchen wir mit einem gemeinsamen Eisessen beendeten.

Am Mittwochmorgen ging es wie gewohnt zur Schule, wo wir vom Schulleiter und Schuldezernenten herzlich willkommen geheißen wurden. In einer Rede erklärten beide die enorme Bedeutung internationaler Projekte, die zu einer Verbesserung der Sprachkenntnisse, des schulischen und kulturellen Bewusstseins sowie der Erweiterung persönlicher Erfahrungen führen. Anschließend präsentierten die spanischen Schülerinnen und Schüler, welche Maßnahmen sie seit dem letzten Projekttreffen im November umsetzen konnten. Dazu zählten zum Beispiel der Bau eines Wasserspenders auf dem Außengelände der Schule und die Abschaffung der bisherigen Schulklingel, welche durch von den Schülern ausgewählte Musik ersetzt wurde. An die Präsentation angeschlossen fand die feierliche Einweihung der umgesetzten Maßnahmen durch die am Projekt beteiligten spanischen Lehrerinnen statt.

Nach einer kurzen Pause arbeiteten wir an der Website des Projektes weiter. Dazu erstellten wir weitere Texte über unsere Maßnahmen im Rahmen des Projektes und begannen diese, gemeinsam mit den spanischen Schülern, ins Englische und Spanische zu übersetzen. Auch dieser Schultag endete mit einem gemeinsamen Essen in der Mensa.

Abends trafen wir uns mit den spanischen Lehrerinnen und Lehrern auf einer Promenade, die bekannt für die Zubereitung von „Caracoles“ (Schnecken) ist. Wer wollte, konnte diese bei einem gemeinsamen Essen probieren. Da nicht jeder Schnecken mag oder probieren wollte, wurden uns weitere landesregionale Tapas-Spezialitäten angeboten. Von dort aus gingen wir gegen 23:30 Uhr zurück ins Hotel und beendeten den gemeinsamen Abend, da wir am nächsten Morgen wieder früh in der Schule sein mussten.

Am Donnerstag war der große Tag der deutschen Schüler. Diese stellten ebenfalls in der Aula ihre durchgeführten Maßnahmen im Rahmen des Projektes vor. Dazu gehörten zum Beispiel die technische und optische Verbesserung von Klassenräumen oder die Einführung gesunder Pausen durch sportliche Aktivitäten. Im Anschluss hatten wir das Glück an einer Zeugnisübergabe der Schule teilnehmen zu dürfen. Begleitet von Geigen- und Harfenmusik durch spanische Schüler sowie kleine Sketche auf Englisch, wurden feierlich die Zeugnisse übergeben und die Schüler bedankten sich mit sehr ergriffenen Reden bei ihren Lehrerinnen und Lehrern.

Nach einer etwas längeren Auszeit im Hotel, bedingt durch die weiterhin hohen Temperaturen von mittlerweile 38 Grad im Schatten, gingen wir am Abend in das Messermuseum von Albacete und erhielten dort eine Führung. Albacete ist in ganz Spanien für die handwerkliche Produktion von Messern und Dolchen seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Mittlerweile werden in Albacete jedoch nur noch Haushaltsmesser produziert, die rein optisch nicht mehr viel mit den einst kunstvollen Taschenmessern zu tun haben. Danach besichtigten wir die Kathedrale von Albacete und konnten den restlichen Abend frei gestalten.

Am Freitagmorgen trafen wir uns wie gewohnt in der spanischen Schule, arbeiteten an unserer Website und erhielten eine kurze Schulführung. Sehr interessant war die praxisnahe Einrichtung der Klassenräume. So wird auf der einen Seite des Klassenraumes theoretischer Unterricht gehalten und auf der anderen Seite des Klassenraumes können die Schüler ihr erlerntes Wissen in die Praxis umsetzen.

Am frühen Nachmittag waren wir im Rathaus von Albacete zu Gast. Gemeinsam mit den Schülern aus Spanien sowie der Krefelder Klasse hatten wir dort zunächst einen Fototermin mit einer spanischen Zeitung, bevor uns die Bildungsministerin der Provinz Albacete in den Parlamentssaal einlud und uns die Stadt und Umgebung in einem kleinen Video vorstellte. Zudem durften wir Fragen zu innenpolitischen Themen wie Jugendarbeitslosigkeit und internationale Förderung von spanischen Schülern stellen. Der restliche Nachmittag blieb uns zur freien Verfügung und wir nutzten ihn für kleine Shoppingtouren in Albacete, da die Geschäfte am nächsten Tag aufgrund des Feiertages San Juan (Johannes der Täufer) geschlossen blieben.

Am Abend war die Stadt Albacetes wie verwandelt. In der Abenddämmerung trafen sich tausende Einwohner, aber auch Gäste aus anderen Städten, vor der Kathedrale der Stadt, um die Feierlichkeiten am Vorabend des Feiertages San Juan mit einem Fackelzug zu beginnen. Eingeläutet wurde der Fackelzug mit einem kleinen Feuerwerk über der Kathedrale, woraufhin man die Fackel an einer großen Kerze vor der Kathedrale anzünden konnte. Brauch ist es außerdem an diesem Abend all die Dinge die einen belasten auf einen Zettel zu schreiben und diesen um die Fackel zu binden. Mit den angezündeten Fackeln, an denen sich die Zettel befanden, gingen die Menschen zwei Kilometer bis zu einem großen Platz, auf welchem ein Feuer brannte. Mit einem kleinen Sicherheitsabstand wurde die Fackel gemeinsam mit dem Zettel ins Feuer geworfen. Dadurch sollen all die Dinge, die einen belasten, verbrennen, sodass man sich von diesen befreit fühlt.

Am Samstagvormittag schauten wir uns eine Prozession zum Feiertag an. Mit Tanz und Gesang wurden religiöse Statuen durch die Stadt getragen. Nach einer kurzen Erfrischung in einem kleinen, gemütlichen Café ging es dann wieder zurück ins Hotel, wo wir gemeinsam mit der Krefelder Klasse die Projektwoche evaluierten. Wir überlegten, was uns am Projekt und dem Austausch mit der spanischen Schule besonders gefallen hatte, aber auch, welche Verbesserungsvorschläge es gäbe, um das vierte Projekttreffen, welches Anfang Juli in Krefeld und Mönchengladbach stattfinden wird, verbessern zu können.

Am Abend gingen wir zum Abschied der Projektwoche in ein italienisches Restaurant, ließen es uns noch einmal gut gehen und die Woche Revue passieren. Nach einem letzten Spaziergang durch das abendliche Getümmel Albacetes packten wir unsere Koffer und bereiteten alles für unsere Abreise am nächsten Tag vor.

Am Sonntagmorgen ging es dann nach einer arbeitsreichen und interessanten Woche, in welcher wir viele neue Eindrücke gewinnen konnten, von Madrid aus mit dem Flieger zurück nach Düsseldorf.

 

Montag, 25. September 2017

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