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Projekt „(Attr)active Schools“ - zweites Projekttreffen in Albacete PDF Drucken E-Mail
Von S. Müller und D. Tasgin   


Vom 26. November bis zum 03. Dezember 2016 fand das zweite Projekttreffen im Rahmen des Erasmus+-Projektes „(Attr)active Schools“ statt, dieses Mal an unserer spanischen Partnerschule „IES Universidad Laboral“ in Albacete.

Am Samstag, 26. November trafen sich am Düsseldorfer Flughafen um 9.30 Uhr acht Schüler (zur besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf eine geschlechtsspezifische Doppelnennung verzichtet)) der Höheren Handelsschule sowie zwei Lehrerinnen unseres Berufskolleges, um gemeinsam mit neun Schülern und drei Lehrern des Berufskolleges Kaufmannsschule aus Krefeld nach Madrid zu fliegen. Nach unserer Landung in Madrid gegen 15.00 Uhr fuhr uns ein Bus, der von der spanischen Schule schon für uns bestellt war, recht zügig in das ca. 200 km entfernte Albacete direkt in unser Hotel.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben und etwas Zeit hatten, uns frisch zu machen und von der langen Reise zu erholen, holten uns um 20.30 Uhr die spanischen Kollegen und Schüler in unserem Hotel ab, um gemeinsam in einer Pizzeria zu Abend zu essen. In einer lockeren Runde wurden noch einmal Erinnerungen an die letzten Treffen in Deutschland aufgefrischt. Auch konnte so der grobe Rahmen der kommenden Arbeitswoche schon einmal besprochen werden.

Nachdem um 23.00 Uhr dann auch die letzte Schülerin ihre Pizza bekommen hatte, ein Großteil der Schüler war bereits längst fertig mit dem Essen, ging es dann gegen 23.30 Uhr zurück in unser Hotel.

Am nächsten Tag konnten wir dann doch etwas länger schlafen, denn es war ja schließlich Sonntag. Um 12.00 Uhr kamen wieder die spanischen Kollegen und Schüler in unser Hotel, um uns zu einem Rundgang durch die Stadt Albacete abzuholen.

Erstaunt über die vielen Grünflächen und Parks in Albacete, suchten wir das Museum von Albacete auf, welches in der ersten Abteilung Fundstücke aus den Stätten der Provinz Albacete ausstellt. Weitere Abteilungen widmen sich zum einen der zeitgenössischen Kunst und Gerätschaften, die von den früheren Einwohnern in Albacete benutzt wurden.

Anschließend führten uns unsere spanischen Gastgeber in ein nettes kleines spanisches Restaurant zu einer „Paella experience“. Alles war bereits für uns vorbereitet und so verbrachten wir dort zwei vergnügte Stunden, bevor es wieder zurück in unser Hotel ging – der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Am Abend reisten nun auch die türkischen Gäste (neun Schüler und zwei Lehrerinnen) an. Die deutschen Gäste verabredeten sich für abends mit der türkischen Gruppe in einer spanischen Tapas-Bar.

Am Montagmorgen wurden wir nach einem ca. 30 minütigen morgendlichen „Fußmarsch“ um 8.20 Uhr von den spanischen Kollegen in der spanischen Gastschule herzlich in Empfang genommen. Alle Projektteilnehmer – wir waren insgesamt eine Gruppe von ca. 50 Personen – versammelten sich in einem großen Medienraum. Die nächsten beiden Stunden standen ganz im Zeichen der Rekapitulation unserer bisherigen Projektaktivitäten. Im Rahmen von selbst erstellten Videos bekamen alle nun die Möglichkeit, sich an unser letztes Treffen in Deutschland zu erinnern.

Danach folgte ein gegenseitiges Kennenlernen der Schüler im Rahmen arbeitsgleicher Gruppen. Eventuelle Sprachhindernisse wurden dadurch überwunden, dass die spanischen und ausländischen Schüler sprachliche Hilfsmittel nutzten. Anschließend gab es noch eine geführte Schultour durch das Schulgebäude mit anschließender Evaluation. Nach einem gemeinsamen Lunch in der Schule ging es dann gegen 15.00 Uhr zurück ins Hotel oder in die Stadt – je nach Belieben, denn der restliche Tag stand nun zur freien Verfügung. Diese „Freizeit“ wurde von unseren deutschen Schülern bis in die späten Abendstunden vorwiegend dazu genutzt, um noch an den Präsentationen für den nächsten Tag zu arbeiten und sich darauf vorzubereiten.

Am folgenden Tag waren die ausländischen Gäste von der spanischen Gruppe zum Frühstück in der Schule eingeladen. Dieses Frühstück wurde von spanischen Schülern selber zubereitet. Dazu muss man sagen, dass die spanische Schule auch Schüler im Bereich der Küche und Gastronomie des Hotel- und Gaststättengewerbes ausbildet.

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Spanien keine duale Berufsausbildung, sondern die Schule übernimmt sowohl die theoretische als auch die praktische Berufsausbildung. So gab es an der spanischen Schule auch ein kleines Restaurant. An sehr stilvoll gedeckten Tischen durften wir nun Platz nehmen und wurden von den spanischen Schülern mit Kaffee, Tee und Saft freundlich bedient.

Nach einer guten Stunde versammelten wir uns alle im Klassenraum und es folgten Präsentationen der Schüler der spanischen Schule sowie der beiden deutschen Schulen. Im Rahmen dieser Präsentationen stellten die Schüler zunächst jeweils ihre Schulen vor. Anschließend präsentierten die Schüler die Projektaktivitäten, die bisher stattgefunden haben oder an den zum derzeitigen Stand gearbeitet wurde bzw. die noch im Rahmen des Projektes geplant sind.

So wurden beispielsweise verschiedene Konzepte zur Gestaltung eines Klassenraumes, in dem es attraktiv ist, zu lernen und zu arbeiten, vorgestellt. Bei einem weiteren von den Schülern erarbeiteten Konzept ging es um die Implementierung von regelmäßigen „Gesundheitstagen“ an der Schule. So könnte es z. B. Angebote zu Meditations- und Entspannungsübungen oder diverse sportliche Aktivitäten geben. Auch könnten Referenten zu bestimmten Themengebieten eingeladen werden. Des Weiteren präsentierte eine deutsche Schülergruppe ihren Konzeptvorschlag zur Einführung von gesunden Pausen, und zwar in regelmäßigen Abständen. Hierbei wurden z. B. sowohl Aspekte wie Ernährung, Aktivitäten in der Pause als auch die Pausenraumgestaltung betrachtet. Im Anschluss an die Präsentationen hatten die Zuhörer nun Gelegenheit, sich zu den soeben vorgestellten Konzepten zu äußern. Nach dem sehr regen und interessanten Austausch im gesamten Plenum wurde der restliche Schultag bis zum Lunch an den einzelnen Konzepten weitergearbeitet. Dies erfolgte in Gruppen von ca. acht Schülern. Hierbei wurde darauf geachtet, dass jede Gruppe durch mindestens ein bis zwei Schüler jeder Partnerschule vertreten war. Während einige Lehrer den Schülern bei ihrer Arbeit mit Rat und Hilfe beiseite standen, nutzte der andere Teil der Lehrervertreter die Zeit, um das weitere Vorgehen im Projekt zu planen.

Am Nachmittag wurden die ausländischen Projektteilnehmer und Kollegen in die Tanzschule der Schule eingeladen. Hier bekamen sie wirklich sehr beeindruckende professionelle Darbietungen des spanischen Flamencotanzes, aufgeführt durch spanische Schülerinnen. Im Anschluss an den regulären Schultag besuchen diese Schülerinnen fast täglich die Tanzschule und absolvieren so ein wirklich sehr hartes Training. Die ausländischen Gäste waren allesamt sehr beeindruckt und genossen diese ca. einstündige Vorführung in vollen Zügen.

Die folgenden drei Tage wurden dazu genutzt, an einer Homepage für die Schulen zu arbeiten, auf denen die im Rahmen der Präsentationen vorgestellten Konzepte des Projektes vorgestellt werden sollen. Auch bekamen die ausländischen Schüler die Möglichkeit, in die verschiedenen Berufsbildungsbereiche der IES Universidad Laboral hineinzuschnuppern. In kleinen Gruppen zog es die Schüler zunächst in die Kochklassen des Bildungszentrums, um eigenständig in die Rolle von Köchen einzusteigen. Mit ein wenig Kreativität und Geduld gelang es den Schülern, gemeinsam ein leckeres Belohnungsmenü zu zaubern.

Im darauffolgenden „handcraft workshop“ ging es darum, aus einzelnen Textilelementen ein Stifteetui zu nähen. Begeistert nahmen nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer die Arbeit auf sich. Musikalisch ging es dagegen im „music lesson“ zu. Nachdem die spanischen Schüler ihr Können an den Xylophonen unter Beweis stellten, waren die deutschen und türkischen Schüler an der Reihe, die Stäbe zu schwingen.

Lehrervertreter der einzelnen Partnerschulen nutzten diese Tage auch für ein Koordinatorentreffen, um die weiteren Projektaktivitäten abzustimmen und zu planen.

Im Rahmen eines gemeinsamen „Farwell Dinner“ in einer spanischen Tapas-Bar wurde am letzten Abend noch einmal die letzte Woche Revue passiert. Im Anschluss daran hieß es dann auch schon Abschied nehmen von den ausländischen Partnern und sich nun auf ein baldiges Wiedersehen in Deutschland oder in Spanien zu freuen.

Nach einer sehr arbeitsintensiven aber auch interessanten Woche flog die deutsche Gruppe am Samstagabend wieder von Madrid zurück nach Düsseldorf. Bevor es für die deutsche Gruppe allerdings endgültig in Richtung Heimat ging, nutzte die Gruppe noch die Gelegenheit, im Rahmen eines ca. zweistündigen Spazierganges durch Madrid einen ersten, wenn auch nur kleinen, Eindruck von der spanischen Hauptstadt zu bekommen.


 

Freitag, 20. Oktober 2017

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