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Schulen bereiten sich auf den Krisenfall vor - Vorstellung des kooperativen Präventionskonzeptes PDF Drucken E-Mail
Von M. Werner   
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Die Bilder nach den Amokläufen von Winnenden und Erfurt sind uns allen noch gut im Gedächtnis. Jetzt haben 7 Schulen aus Mönchengladbach unter der Federführung des Berufskollegs Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung den Arbeitskreis „System Sichere Schule“ gegründet, um hier eng vernetzt und präventiv tätig zu werden.




An diesem Arbeitskreis nehmen 7 benachbarte Schulen teil, vier davon bilden das sogenannte Kompetenzzentrum Rheydt-Mülfort:
  • das Gymnasium Franz-Meyers Giesenkirchen,
  • die Hauptschule Kirschhecke Odenkirchen,
  • das Gymnasium Odenkirchen,
  • die Realschule Rheydt-Mülfort,
  • die Gesamtschule Rheydt-Mülfort,
  • das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Technik,
  • das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung.
Weitere Mitglieder des Arbeitskreises sind:
  • der Schulpsychologische Dienst Mönchengladbach
  • Herr Schinken von der Kriminalpolizei Mönchengladbach, Kommissariat Kriminalprävention.
Für den Schulleiter des Berufskollegs Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung, Dr. Ernst Schaub, ist es folgerichtig, dass nur ein gemeinsames Vorgehen sinnvoll ist. „Wenn wir in einer Schule des Kompetenzzentrums einen Krisenfall haben, dann sind die benachbarten Schulen direkt oder indirekt auch betroffen, da wir teilweise unsere Gebäude teilen“, so Herr Dr. Schaub. Die Vertreter der Schulen kamen in der vergangenen Woche erstmalig zusammen und einigten sich einvernehmlich auf die Bildung von schulinternen Krisenteams und der Schulung sowie auf die Teilnahme an weiteren Fortbildungsveranstaltungen. Diese werden vom Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement angeboten und durchgeführt, das mit der TU Darmstadt eng zusammenarbeitet.

Die modular aufgebaute Fortbildung der Netzwerkpartner wird unterstützt vom städtischen Integrationsbeauftragten, Klaus Schmitz. „Die Stadt Mönchengladbach gestaltet in vielfältiger Form den Leitsatz „Integration durch Bildung“ kreativ aus. Hierzu gehört auch Partnerschaft und Toleranz im Schulalltag. Deshalb unterstütze ich das breit vernetzte, zudem pilothafte Präventionsmodell an 7 Großschulen zur Einrichtung von Kriseninterventionsteams mit dem Ziel der Früherkennung und Abwehr von Auffälligkeiten und Aktionen der Gewalt an Schulen“, so Klaus Schmitz. „Die enge Kooperation dient neben fachlich-inhaltlichen Aspekten auch einem stark ausgeprägten integrationspolitischen Gestaltungsansatz, wie die Struktur der Schülerzahlen mit einem Anteil von 50 - 70 % belegen. Die Seminarinhalte fördern in hohem Maße die Umsetzung des Integrationskonzeptes der Stadt Mönchengladbach und sichern die Weiterentwicklung der integrativen Arbeit im vernetzten Arbeitsansatz“, skizziert Schmitz die übergeordnete Bedeutung des Projektes „System sichere Schule“.

Die Initiatorin des Projektes, Frau Beatrix Zimmer, Dipl.-Sozialarbeiterin am Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung, wird dem schulinternen Krisenteam angehören. Sie legt besonderen Wert auf die Tatsache, dass mit der Stadt Mönchengladbach ein starker Partner für die Umsetzung des Konzeptes „System Sichere Schule“ gewonnen werden konnte.
 

Sonntag, 5. September 2010

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