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Europa im Unterricht
Bilingualer Unterricht im Fach Politik PDF Drucken E-Mail
Von T. Krause   

Bilingual Approach to Politics

I) Die Idee und erste Erprobungsversuche im Unterricht

Die Idee, Politik/Gesellschaftskunde bilingual zu unterrichten, entstand im Schuljahr 2001/2002. Dieses Fach wird in allen Klassen des o.a. Bildungsganges erteilt. Auf Nachfrage zeigten die Schülerinnen und Schüler beider Unterstufenklassen Interesse, den zweistündigen Politikunterricht versuchsweise am Ende einer Unterrichtssequenz in der Fremdsprache Englisch abzuhalten.

Der Grundgedanke sah wie folgt aus: Im deutschsprachigen Politikunterricht sollten zunächst die erforderlichen Sachkenntnisse in einem bestimmten Themenbereich erarbeitet werden (Beispiele: Entwicklung der EU; Regierungssystem der Bundesrepublik). Sobald die Schülerinnen am Ende einer Sequenz über diese Sachkenntnisse und über die fachsprachliche Begrifflichkeit im Deutschen verfügten, sollten dann kontrastiv aus dem angloamerikanischen Bereich ausgewählte Themenschwerpunkte in der Fremdsprache Englisch erörtert werden, bei gleichzeitiger Einführung des notwendigen englischen Vokabulars.
Bei diesen Unterrichtsversuchen ließ sich der intendierte motivationale Schub für das Fach Politik beobachten. Gleichzeitig gelang es, durch die in der Unterrichtssprache Deutsch vorbereiteten Sachthemen in der Zielsprache Englisch Sprechhemmnisse abzubauen und Sprechanlässe zu schaffen. Den 16-18jährigen Jugendlichen konnte einsichtig gemacht werden, warum Unterrichtsinhalte des Fachs Politik für sie wichtig sind, insbesondere vor dem Hintergrund ihres Bildungsgangs.

Dies konnte dadurch erreicht werden, dass die Schülerinnen beispielsweise in die Lage versetzt wurden, Unterschiede zwischen den Ämtern des deutschen Bundespräsidenten und des amerikanischen Präsidenten zu benennen und damit wesentliche Unterschiede eines parlamentarischen und präsidentialen Regierungssystems angemessen in der Fremdsprache Englisch zu erörtern. Auch verfügten sie über das nötige Wissen und das notwendige Vokabular, sich über Chancen und Risiken der (Ost-) Erweiterung der EU zu äußern.

Den Schülerinnen konnte somit ein Stück mehr Selbstsicherheit vermittelt werden: „Ich bin in der Lage, Auskunft über mein Land im Ausland zu geben, ich kann mein Land auch auf politisch-gesellschaftlicher Ebene in der Zielsprache Englisch repräsentieren”.


II) Weitere Erprobungsphasen bilingualen Politik-/Gesellschaftskundeunterrichts

Ausgehend von den geschilderten Unterrichtserfahrungen ergaben sich die folgenden Erprobungsziele für das laufende Schuljahr:
Zunächst wurden die Eingangsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler bestimmt:
- wie gut sind die Vorkenntnisse in der Fremdsprache Englisch?
- wie groß ist das Interesse / wie gut sind die Vorkenntnisse im Fach Politik/Gesellschaftskunde?
- wie hoch ist die Bereitschaft zu einem bilingualen Politikunterricht?

Daraus folgerte, dass im 1. Schulhalbjahr die Einführung in den Bildungsgang mit seinen spezifischen Anforderungen in der Fremdsprache Englisch und im Fach Politik/Gesellschaftskunde standen. Im 2. Schulhalbjahr sollten dann gegebenenfalls verstärkt im Fach Politik bilinguale Unterrichtsphasen durchgeführt werden.

Neben den bereits erworbenen Erkenntnissen aus den beiden Erprobungsphasen wurde folgendes festgestellt:
Bilingualer Politikunterricht kann einen Beitrag dazu leisten, mündigere EU-Bürgerinnen und Bürger hervorzubringen, die fähig sind, ihr Land im Ausland adäquat zu repräsentieren.

Seit dem Schuljahr 2004/2005 wird der Politikunterricht in den Fremdsprachenklassen nun bilingual angeboten.

 

Dienstag, 17. Oktober 2017

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